Trennung auf Zeit

Trennung Frau im Vordergrund - Mann im HintergrundEine Trennung auf Zeit ist nicht selten als letzter Hilfeschrei gedacht, doch in den meisten Fällen endet damit die Beziehung gänzlich.

Was ist passiert?

Endlose Streitigkeiten zermürben das Miteinander, der Alltag nagt an der Liebe und den Gefühlen füreinander, die Beziehung kann den allgemeinen Problemen nicht standhalten. Schlimm wird es dann, wenn Kinder von der Situation betroffen sind und darunter ebenfalls psychisch leiden.

Ein erster Schritt wäre in solchen Fällen der Gang zu einer professionellen Institution, die bei der Lösung der Konflikte neutral beisteht. Doch leider nehmen diese Möglichkeit viel zu wenige Paare in Anspruch. Der Weg ins Fiasko ist vorgezeichnet, gegenseitige verbale Verletzungen sind nicht mehr vermeidbar, eine Eskalierung ist unaufhaltsam.

Was geschieht?

Da gibt es viele Beispiele, die nun eintreten können. Entweder leidet man stumm nebeneinander her – was der familiären Situation nicht unbedingt dienlich ist und ab und an sogar in Krankheitsfällen endet.

Oder man macht reinen Tisch und beschließt eine faire Trennung – ohne weitere Verletzungen, was bei Scheidungen eher schwierig wird. Doch bei einem redlichen Bemühen beider Parteien ist dies immer ein begehbarer Weg.

Oder man entschließt sich für eine Trennung auf eine bestimmte Zeit. Diese sollte knapp bemessen sein, denn sonst wird die Zugangstüre schnell verschlossen sein. Die Trennung auf Zeit ist eine Variante, die dann von Erfolg gekrönt ist, wenn noch nicht allzuviel Porzellan zerschlagen wurde.

Was wäre ratsam?

Wenn sich beide Parteien erstmal aus dem Weg gehen möchten, um weitere Streitigkeiten zu vermeiden, ist eine Trennung auf Zeit eine gute Idee.

Das sollte aber nicht unbedingt über einen längeren Zeitraum (eine Begrenzung bis zu einer Woche wäre okay) von statten gehen. Hierzu eignet sich ein Kurzurlaub der Frau, bei dem der Mann gut und gerne mal Haus und Kinder hüten darf. Oder eine Geschäftsreise, der Besuch bei den Eltern oder bei Freunden, etc.

In dieser Lage ist auch eine Komprimierung gegenüber der Außenwelt ausgeschlossen, die sich sonst allzugerne schnell in die Beziehung einmischt. Kennen Sie das: ich habe es Dir doch gleich gesagt – ich wußte das schon lange – ich kann Dir nur raten?

Was kommt danach?

Es muß den Partnern gelingen, in dieser knappen Zeitspanne den Kopf freizubekommen und die Entscheidung für oder gegen die Fortsetzung der Beziehung fallen. Ein Vermissen des anderen ist ein sicheres Zeichen für einen Neubeginn. Dabei hilft es generell, sich die Vor- und Nachteile der Situation, der Beziehung und des Partners schriftlich zu notieren und dem entsprechende Gedanken zu fassen.

Ein erstes Treffen nach dem sich aus dem Weg gehen wäre auf einem neutralen Boden ratsam. Ein schönes Abendessen zu zweit entspannt die Lage sofort und ein normales Gespräch ist möglich.

Bei längeren Zeittrennungen ist zu beobachten, daß die Außenwirkung einsetzt und das Leben in zweierlei Bahnen verläuft. Ein Zurückkommen ist dann schnell nicht mehr möglich, meist will man es auch gar nicht mehr. Dann ist die Trennung auf Zeit von Anfang an die milde deklarierte Flucht in ein neues Leben.

Und vergessen wir nie:

Ein Ende ist die Chance für einen neuen Anfang!

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