Eltern



Pubertät

2 Mädchen auf WieseZur wohl mit schwierigsten Phase der Kindererziehung zählt die Pubertät. Egal ob das Mädchen zur Frau oder der Junge zum Mann pubertiert - zickige Antworten, verschlossene Türen oder gar die berühmte Revolte gehören plötzlich zum Alltag. Es ist nervenaufreibend für alle Familienangehörigen und es gibt Zeitpunkte der totalen Eskalation.

Doch erinnern wir uns zurück, als sich unser Körper total veränderte. Als Probleme auftauchten, die vorher gar nicht zur Diskussion standen. Als wir erstmals bemerkten, daß der Unterschied zwischen Mann und Frau eine tiefere Bedeutung besitzt. Als wir die eigene Abnabelung von den Eltern durchlebten.

Die Kinder brauchen in diesem Lebensabschnitt zwischen dem etwa 11. und 16. Lebensjahr das totale Vertrauen zu ihren Eltern, ein tolerantes Verständnis und viel Geduld. Und sie brauchen die liebevolle Unterstützung, um die Unsicherheiten des Erwachsen werdens zu bewältigen.

die Tochter

Nicht nur der Beginn der Menstruation zeigt die Pubertät eines Mädchens an, sondern das Gesamtbild. Speckröllchen werden plötzlich weggehungert, die Brüste formen sich, Pickelchen werden zur Dramaturgie. Und eine selbstkritische Hinterfragung des eigenen "Ich" tritt mit unerklärlichen Schönheitsidealen (z.B. Tattoo, Piercing, Branding, etc.) in Konkurrenz.

Ganz wichtig ist zu diesem Zeitpunkt das vertrauensvolle Gespräch zwischen Tochter und Eltern zum Thema Sexualität und Verhütung. Der Besuch einer Teenagersprechstunde beim Gynäkologen ist dazu ebenfalls sehr empfehlenswert, denn hier traut sich die Tochter im persönlichen Gespräch vielleicht eher, ungeklärte Fragen zu diskutieren. Begleiten Sie deshalb diesen Arztbesuch nur, wenn es ausdrücklich gewünscht wird.

der Sohn

Richtige Männer wollen sie sein, doch in den Augen der Eltern sind sie immer noch der kleine Sohn. Da ist es nur logisch, daß Konflikte ins Haus stehen. Vor allem dann noch, wenn Scherze zum Stimmbruch oder über die ersten Bartstoppeln gemacht werden und auch hier die blühende Akne nicht ernst genommen wird.

Durch die Umstellung der Hormone kommt es auch zu vermehrtem Schweißgeruch sowie häufigeren Errektionen, die nun mit Samenerguß einhergehen. Aus diesem Grunde ist auch hier ein aufklärendes Gespräch von Eltern zum Sohn über das beginnende Sexualleben von Nöten.