Die Geliebte – Liebe im verborgenen

liebkosendes PaarDie Dunkelziffer an Liebesbeziehungen als Geliebten ist enorm hoch. Wir würden es wohl gar nicht glauben können, wieviele Partnerschaften zweigleisig geführt werden. Selbst in unserem unmittelbaren Bekanntenkreis müßten wir nur mal die Ohren etwas offenhalten oder haben es bereits mehrfach auch schon erfahren. Dabei sind zwei Formen des Lebens als Geliebte geradezu prädestiniert – die des beidseitigen, geordneten Seitensprungs sowie die der klassischen Geliebten, der "bequemen" Zweitfrau des Mannes.

Reiz und Versuchung

Dieses Spiel mit dem Feuer ist der eigentliche Reiz der Liebe und möchte meist zumindest vom Mann nicht verändert werden. Zwar sind zahlreiche verbalen Bezeugungen der Entscheidung für die Zweitfrau und ein Leben in der Öffentlichkeit die Regel, doch meist kommt es vorher zur Lösung von der Geliebten. Eine Scheidung würde in vielen Fällen zusätzlich auch eine Schwächung der Berufssituation oder der finanziellen Sicherheit bedeuten. Somit werden natürlich manche Rachefeldzüge verschmähter Damen von der Außenwelt mit einem Schmunzeln betrachtet.

Wer sich jedoch mit dieser Art der Liebesbeziehung arrangiert, kann nicht selten mit ausgeprägten Großzügigkeiten des Partners rechnen. Vor allem ist die Aufmerksamkeit beider Partner gegenseitig bei weitem höher und deshalb die gelebte Beziehung meist intensiver.

Tradition

Dabei ist die Geschichte der heimlichen Geliebten auch noch sehr traditionell. Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang beispielsweise an die Maitressen der Adeligen im Mittelalter. Gerade Ludwig XIV, Napoleon, zahlreiche Fürsten, Gelehrte, Dichter, Komponisten, Politiker und viele mehr vergnügten sich meist gleich mit mehreren Gespielinnen im Laufe ihres Lebens. Ganz berühmt wurden dabei unter anderem Madame Pompadour, Lola Montez oder auch vor nicht allzulanger Zeit England´s Camilla.

Heute finden wir den Begriff Geliebte oder Geliebter vor allem auch in der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft (Homosexualität). In diesem Fall wird jedoch die Beziehung aufgrund der bundesweit herrschenden Toleranz nicht im verborgenen ausgelebt, sondern findet immer mehr eine offiziell gesellschaftliche Anerkennung.

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