Beziehung - Eifersucht
Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft!
Wer kennt ihn nicht, diesen berühmten Sinnesspruch, der soviel Kernaussage enthält. Doch wer liebt muß geradezu ein wenig eifersüchtig sein. Wobei eben die Betonung auf die maßvolle Regelung gelegt werden sollte. Eine gesunde Eifersucht ist ein gefühlsbezogenes Kompliment an den Partner, eine krankhafte Eifersucht zerstört auf Dauer die Beziehung.
Eifersucht hat auch immer etwas mit mangelndem Vertrauen, mit Verlustängsten oder einem negativen Selbstbewußtsein zu tun. Wir müssen in einer Beziehung lernen, daß uns der Partner nicht als Besitztum gehört, sondern daß wir uns mehr oder weniger perfekt ergänzen und zusammen eine Einheit bilden.
Vertrauen
Dazu gehört, daß wir Vertrauen entgegen bringen und dem entsprechend auch erhalten. Natürlich wird Vertrauen immer wieder mißbraucht. Aber dann ist dies eine menschliche Verfehlung, deren Konsequenzen wir selbst entscheiden.
Und entscheiden wir uns zum Verzeihen, darf eine folgende Eifersucht mit endlosen Spionageaufgaben kein Rezept sein. In diesem Fall würden wir unsere Psyche stark strapazieren und uns auf Dauer selbst zerstören. Denn hinter jeder Kleinigkeit würde sich dann verborgenes wittern lassen.
Verlust
Unser Selbstwertgefühl muß so stark sein, daß wir niemals von Verlusängsten gegenüber dem Partner geprägt sind. Erst durch starke Hinweise auf bestimmte Verhaltensmuster (z.B. schaue doch nicht jedem Minirock hinterher), erzeugen wir bewußte Aufmerksamkeit für Situationen und Gegebenheiten. Eifersüchteleien bestärken also eher die Thematik.
Ebenfalls müssen wir uns die Zeit in Erinnerung rufen, als wir sehr wohl ganz gut ohne den Partner lebten. Auch uns klar machen, daß wir ohne den Partner leben könnten – was nicht immer nur eine Trennung hervorrufen vermag. Selbst bei einem Unglück muß das Leben weiter gehen.
Selbstbewußtsein
Mögen wir es nicht alle, wenn wir mit stolz unser geliebtes Gegenüber betrachten. Dem entsprechend sollten auch wir uns selbst verhalten. Keine Eifersucht auf Berufserfolge oder charismatische Einlagen innerhalb des Freundeskreises hegen, sondern es gleichtun lautet da die Erfolgsformel. Sonst kann Eifersucht auch schnell zum Synonym von Neid und Mißgunst werden.
Wir müssen uns selbst akzeptieren, unsere kleinen Schwächen geschickt nach außen kaschieren und mit einem steten Lächeln auf den Lippen die Öffentlichkeit für uns gewinnen. Nur wer sich selbst mag, den mögen auch andere!
Wer dennoch gegen zu starke Eifersucht ankämpft, von utopischen Phantasien heimgesucht wird, Schnüffelaktionen der Superlative veranstaltet und keinen Weg mehr aus dieser Krise findet, der sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Denn auf Dauer zerstört Eifersucht sonst schnell die ureigenste Lebensphilosophie und wird zur Krankheit.
Es ist mit Hilfe eines Psychologen oder einer Therapie unter Gleichgesinnten sicherlich möglich, die Eifersucht gut in den Griff zu bekommen. Wenn dann noch das Verständnis des Partners dazu kommt und ein gegenseitiges Rücksichtnehmen vorherrscht, dann steht einer glücklichen Beziehung nichts im Wege!


